Das K1 Turnier in Salzburg sprengte mit 1594 Starter/innen aus 88 Nationen aller Kontinente
jedweden Rekord und stellte alle Beteiligten (Organisatoren, Protokollführer, Kampfrichter, Sportler) vor extremste Herausforderungen. Im Unterschied zu EM und WM, wo pro Nation nur ein Starter pro Nation zugelassen ist, gibt es bei K1 Turnieren der Serie A keine Teilnahmebeschränkung. Es sind Ranglistenturniere, bei denen um die Startberechtigung für die Premiere League gerungen wird.
Allein im Kata-Bewerb der Damen, wo es bei einer WM 60-70 Starterinnen gibt, waren in Salzburg 175 Teilnehmerinnen auf den Matten, darunter auch einige Niederösterreicherinnen. Das Leistungsniveau ist bei den Damen unglaublich hoch, und es gibt unzählige Gleichwertige, was die fünf Kampfrichter vor schwierige Entscheidungen stellt. Daher gibt es mehrheitlich knappe Entscheidungen, und es ist dann Zufall ob es 3:2 oder 2:3 ausgeht.
Kristin Wieninger (aktuelles World Ranking Nr. 44) war die einzige der Österreicherinnen, die über Runde eins hinauskam. Sie brillierte in der ersten Runde mit einem sensationellen 4:1 gegen die Deutsche WM-Dritte und Team Weltmeisterin Jasmin Bleul (WR Nr. 19), wurde aber in Runde zwei von Natsuki Shimizu (WR Nr. 57) gestoppt. Der Poolsieg der Japanerin holte sie wieder in den Bewerb zurück: Kristin gewann in der Folge den ersten Trostrundenkampf gegen die Serbin Aleksandra Petrovic mit 3:2, unterlag aber im folgenden Duell der Engländerin Nathalie Payne mit 2:3. Last not least beendete sie diesen mehrstündigen Marathonbewerb mit dem 11. Platz unter 175 Teilnehmerinnen. „Der Sieg über Jasmin Bleul stärkt mein Selbstbewusstesein! Ich weiß, dass auch die Japanerinnen zu schlagen sind!“ ist Kristin überzeugt.
Unsere SLZ/BORGL-Absolventin und nunmehrige Heeressportlerin hat mit diesem Anschneiden einen wesentlichen Schritt in Richtung EM-Teilnehme im Mai 2018 in Novi Sad gemacht.
Unser Team mit Funda, Kristin und Verena startete erstmals bei einem Wettkampf und machte eine ausgezeichnete Figur, ebenso Funda Celo und Verena Köfinger im Einzelbewerb, wo sie reichlich Erfahrung sammeln konnten.
